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Aufgabenschwerpunkte

Die Schulsoziarbeit an der Ten-Brink-Schule (TBS) sowie den Grundschulen der Gemeinde Rielasingen-Worblingen beinhaltet mehrere Aufgabengebiete. Neben der Einzelfallhilfe mit dem größten Zeitaufwand gehören dazu die schüler- und sozialraumorientierte Arbeit, Projekte, Kooperationen mit verschiedenen Institutionen sowie Verwaltung. In der Einzelfallarbeit kooperiert die Schulsozialarbeit unter anderem hauptsächlich mit dem Polizeiposten Rielasingen-Worblingen, der schulpsychologischen Beratungsstelle Singen, der Beratungsstelle für Kindesmissbrauch Konstanz und der Suchtpräventionsfachstelle Radolfzell. (sth) 

Gemeindenachricht

Schulsozialarbeit: Ein Aufwand der sich lohnt

Südkurier vom 18.02.2014 von Stefanie Hauck

Die Schulsozialarbeit ist an der Ten-Brink-Schule zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden.

Vertraulichkeit, Verlässlichkeit und Parteilichkeit – Drei der Leitlinien auf denen die Schulsozialarbeit Rielasingen-Worblingen basiert. Im Jahresbericht 2013 wird deutlich, dass der Schulalltag längst nicht mehr nur aus Unterricht und Pausen besteht. Die Sozialarbeit hat ihren festen Platz gefunden. „Die Schule ist nicht mehr nur ein Lernort, sondern ein Lebensort“, wie Tanja Brennenstuhl es beschreibt. Sie ist als Schulsozialarbeiterin Vollzeit für die Ten-Brink-Schule (TBS) zuständig, während ihr Kollege Mario Maué sich mit einer 50-Prozent-Stelle um die Grundschulen Hardbergschule, Hebelschule und Scheffelschule kümmert.

Die Einzelfallhilfe ist dabei ihr wichtigstes Aufgabengebiet. Sie nimmt an der TBS 70 Prozent des Zeitaufwands in Anspruch, an den drei Grundschulen der Gemeinde 80 Prozent. Darunter fallen unter anderem die Hilfe bei Verhaltensauffälligkeiten, Hausbesuche, Krisenintervention und Prüfungs- und Bewerbungsvorbereitung. Die Sozialarbeiter bieten dabei nicht nur ein offenes Ohr für Schüler, sondern auch für Eltern und Lehrer. Die Schulsozialarbeit steht in Kooperation mit dem Jugendreferat Rielasingen-Worblingen. Für Letzteres ist Catia Di Fiore zuständig. Im Jugendcafé Juca 60 finden regelmäßige Veranstaltungen, sowie auch offene Treffs statt.

Einen großen Teil von Projekten und Events veranstalten Jugendreferat und Schulsozialarbeit gemeinsam. So fand alle zwei Wochen ein Treffen statt, das zum Austausch und zur Planung diente. Unter anderem wurden dabei Selbstbehauptungskurse für Jungen und Mädchen organisiert. Bei diesen wurden verschiedene Formen von Gewalt behandelt. „Im Bereich der sexuellen Gewalt zeigen wir den Kindern, wo die Grenzen liegen“, erklärt Tanja Brennenstuhl. Ganz nach dem Motto: Bis hier her und nicht weiter. „Wir bringen ihnen beispielsweise Sätze bei, die sie in bestimmten Situationen anwenden können.“ Die Kurse wurden im letzten Schuljahr für Erst- und Zweitklässler sowie Viert- und Fünftklässler angeboten. „Da die Kinder noch sehr jung sind, war die Gestaltung des Kurses sehr spielerisch“, sagt Brennenstuhl. Des Weiteren fand eine Fasnachtsparty für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Alkoholpräventionsprojekts „B.Free“ statt. Wie dem Jahresbericht 2013 des Jugendreferats zu entnehmen ist, wurden im Rahmen des Projekts für alle Fasnachtsveranstaltungen den Vereinen farbige Kontrollarmbänder ausgehändigt, durch die ersichtlich ist, wer von den Jugendlichen laut Jugendschutzgesetz welchen Alkohol ausgeschenkt bekommen darf und wer zu bestimmten Uhrzeiten die Veranstaltung verlassen muss. In ihrer Arbeit versuchen die Schulsozialarbeiter auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler einzugehen. Die Kinder und Jugendlichen zu entlasten trage zu einer Verbesserung ihrer Situation bei. Kooperationen mit dem Jugendamt und der Jugendhilfe seien dafür von großem Vorteil. Auffallend sei jedoch, dass das Verhältnis der beratungssuchenden Mädchen und Jungen deutlich vom Geschlecht der Schulsozialarbeiter abhänge. Sie befürchten, dass deshalb einige Schüler nicht erreicht werden können, beziehungsweise das Potenzial der Schulsozialarbeit nicht in vollem Umfang ausgeschöpft werden kann.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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