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Die Zusammenführung


Vor 40 Jahren, am 1. Januar 1975, wurden die Gemeinden Rielasingen, Arlen und Worblingen im Rahmen der Gemeindereform zusammengeführt. Das dreigeteilte Wappen besteht aus den Symbolen der Teilorte und trägt somit die Symbolik der Einheitsgemeinde in sich. Am 1. März wird im Dorfmuseum Worblingen die Sonderausstellung 40 Jahre Einheitsgemeinde eröffnet. (bos)

Gemeindenachricht

Doppelgemeinde blickt auf 40 erfolgreiche Jahre zurück

Südkurier vom 13.01.2015 von SANDRA BOSSENMAIER

Die Talwiesenhalle war beim Neujahrsempfang der Gemeinde Rielasingen-Worblingen gut besucht. Im Mittelpunkt stand die bewegte Ortsgeschichte der Hegaugemeinde.

Das Interesse der Bürger am Heimatort und dessen Geschichte ist groß. Das war beim gut besuchten Neujahrsempfang in der Talwiesenhalle zu spüren. Viele Bürger kamen aufgrund der Einladung des Bürgermeisters Ralf Baumert und des Gemeinderats, um auf das neue Jahr anzustoßen. Für die Neubürgerinnen und Neubürger des Ortes war die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Denn auch zahlreiche Vertreter der Vereine, Verbände sowie kirchlichen und politischen Institutionen waren vertreten.

Nach einer schwungvollen Eröffnung des Turnvereins Rielasingen, bei der die jungen Sportler zu flotten Rhythmen ihr Können zeigten, zog Bürgermeister Ralf Baumert Bilanz über das bewegte Jahr 2014 und blickte positiv voraus auf das Jahr 2015 mit einigen Festaktivitäten und Aktionen. Baumert lobte unter anderem das Engagement für die aufgenommenen Flüchtlinge. Der ehrenamtliche Helferkreis habe sich tatkräftig um die in Not geratenen Menschen gekümmert. Der Helferkreis würde sich über weitere Mitglieder sehr freuen. Baumert erteilte Pegida mit deren Aktionen und Demonstrationen eine klare Absage: „Bei uns sind Flüchtlinge aus anderen Kulturen und mit anderem Glauben willkommen, nur so kann Integration gelingen.“

Kreisarchivar Wolfgang Kramer ließ die Geschichte der Zusammenführung der beiden Gemeinden passieren. Als treffenden Titel seiner Ausführung hatte er „Im Abwehrkampf zur Einheitsgemeinde Rielasingen-Worblingen“ gewählt. Kramer erinnerte daran, wie eine Eingemeindung im Zuge des Singener Landhungers mehrfach überstanden worden war. Unter anderem wollte Rielasingen nicht zu einer Stadt gehören, die für die Planung einer Aussegnungshalle zehn Jahre gebraucht hatte, zudem sei die Sperrmüllabfuhr in Rielasingen besser organisiert gewesen. Eine Zusammenführung der Gemeinden Rielasingen, Worblingen und Bohlingen zu einer neuen Gemeinde mit Namen Aachtal scheiterte an den Bohlinger Bürgern. Diese hatten sich umentschieden und wurden nach Singen eingemeindet. „Somit war im Aachtal alles klar und die Gemeinde Aachtal kam nicht“, so Kramer – die Gemeinde Rielasingen-Worblingen entstand.

Landtagspräsident Guido Wolf während seiner Rede beim Neujahrsempfang.  Als besondere Gäste waren Landesminister Peter Friedrich und Landtagspräsident Guido Wolf anwesend, um ihre Glückwünsche für das 40-jährige Bestehen der Doppelgemeinde zu überbringen. Friedrich lobte die hervorragende Arbeit in der Gemeinde, auch in der Flüchtlingshilfe. Auch Wolf gratulierte zur „Bindestrich-Gemeinde“: „Es ist Ihnen gelungen, in der Gemeinschaft dieser Doppelgemeinde in die Zukunft hinein zu denken und zu arbeiten, zusammenzuwachsen, ohne dass die einzelnen Teilorte ihre Identität und Eigenständigkeit aufgegeben haben.“

Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag von der Musikgruppe Blaska. Die Musiker, welche ihre Ausbildung bei der Jugendmusikschule Westlicher Hegau erhalten haben, unterhielten das Publikum schwungvoll.

Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen