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Gemeindenachricht

Lieblingstouren im Hegau: „Der Ausblick ist traumhaft“

Südkurier vom 31.07.2015 von Christel Rosner

Eine herrliche Aussicht auf die Hegaulandschaft ist beim Joggen inbegriffen: Langläufer Daniel Hirt mit dem Hohentwiel im Hintergrund auf dem Berggasthof Burg Rosenegg in Rielasingen. Bild: Christel Rossner

Wie viele Kilometer Daniel Hirt aus Singen schon zusammengelaufen hat, ist kaum mehr aufzurechnen. Vor 25 Jahren wechselte er wegen Knieproblemen vom Fußballspielen zum Laufen, seitdem ist vier Mal Joggen in der Woche für ihn die Regel. Am Wochenende startet er um acht Uhr, an Werktagen vor der Arbeit zwischen sechs und halb sieben. Je nach Zeit läuft er sieben bis zwölf Kilometer, es können auch mal 20 und mehr werden. Und wenn er auf einen Marathon trainiert, auch schon mal 30 Kilometer.

Es ist Samstagmorgen neun Uhr, das Gelände rund um den Berggasthof Burg Rosenegg in Rielasingen scheint im strahlenden Sonnenschein aus dem Schlummer zu erwachen. Malerisch auf dem Bergkegel am Nordrand des Rosenegg gelegen, dominieren zu dieser Zeit ungestörte Ruhe und Idylle.

Daniel Hirt kommt den Weg herauf, heute ist er eine Strecke von sechs bis sieben Kilometern gelaufen und war rund eine Stunde unterwegs. Anstrengung ist ihm keine anzumerken. Er genießt die Jahreszeit: „Der Sommer zeigt sich im Moment in seiner ganzen Fülle. Auf der Strecke, die an Schrebergärten vorbeiführt, haben sich die Blumen bis auf die angrenzenden Wege ausgewildert.“ Auch Tiere kann Hirt gerade in den frühen Morgenstunden beobachten. „Besonders auf der Tour von der Südstadt nach Überlingen am Ried, da gibt es extrem viele Wildschweine“, er habe schon mal sieben Stück vor ihm über den Weg laufen sehen.

Plan der Wanderstrecke Rosenegg. Quelle: Südkurier

„Das Laufen hat mir von Anfang an Spaß gemacht, man ist in der Natur, bewegt sich und spürt den Körper“, erzählt Hirt. Bis auf Ausnahmen läuft er von zuhause in der Singener Südstadt aus in Richtung Rosenegg, Rielasingen und Gottmadingen. Eine große Tour geht von der Südstadt über den Hardberg am Worblinger Naturbad vorbei auf den Schienerberg. Dann läuft er 20 Kilometer und mehr, der Ausblick von dort sei traumhaft. Daniel Hirt läuft nicht gern immer die gleichen Wege. Eine andere Strecke verläuft über Bohlingen und den Stationenweg zur Schrotzburg und dann oben auf dem Kamm des Schienerberges entlang. Laufen ist für den 50-Jährigen zu einer willkommenen Gewohnheit geworden. „Ich freue mich drauf, es ist Ausgleich zur Schreibtischarbeit und man kriegt den Kopf frei.“ Themen jeder Art verarbeite er beim Laufen und habe danach nicht selten eine Lösung für Probleme gefunden. „Wenn ich nach Hause komme, bin ich voller Tatendrang“, sagt Hirt. Bei 20 Kilometer merke er schon seine Knochen, aber geistig sei er vital. Aufbaumittel nimmt er nicht. Lieber eine Banane. Bei langen Strecken habe er einen Trinkrucksack mit Wasser dabei. Nach dem Lauf gibt es dann ein Getränk aus Blattgemüsen und Obst.

Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen