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Gemeindenachricht

Kommandantenduo 2018 gesucht

Singener Wochenblatt online vom 13.03.2017 von Uwe Johnen

Lob an diejenigen ehrenamtlichen Feuerwehrmänner, die eine Einsatzanwesenheit von über 50 Prozent hatten - vorne Rielasingens amtierender Feuerwehrkommandant Ulrich Graf. swb-Bild: uj

Rielasingen-Worblingen. Alle zwei Jahre lädt der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rielasingen-Worblingen zur Generalversammlung ein. Dieses Jahr fand sie am vergangenen Freitag im Feuerwehrgerätehaus unter der Leitung des jetzigen Kommandanten Ulrich Graf statt. Routiniert führte er durch die einzelnen zahlreichen Themen und doch lag dieses Jahr eine gewisse Spannung in der Luft.

Zunächst stellte Schriftführerin Andrea Debatin den Jahresbericht des Berichtszeitraums der Jahre 2015 und 2016 vor. Ihr umfangreicher Bericht, der sämtliche Aktivitäten, Ausflüge und Berichte zu den Jahreshauptübungen enthielt, wurde im Anschluss durch die Berichte der stellvertretenden Kommandanten Sascha Wassmer und Viktor Neumann vertieft.

Die Kommandanten stellten das große Jugendfeuerwehrzeltlager 2015 auf dem Hupac-Gelände mit über 50 aufgebauten Zelten als besonders gelungenes Ereignis heraus. Immerhin seien zwei Jahre Vorbereitungszeit und etwa zwei Wochen Dauereinsatz nötig gewesen. Besonders freute sich Graf darüber, dass die ganze Gemeinde Anteil an diesem Großevent mit über 650 jugendlichen Teilnehmern hatte. Freuen durfte sich auch Christian Scharr zur Gratulation zum Gerätewart, der seinen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule mit Erfolg absolvieren konnte.

Die vorgestellte Einsatzstatistik des Berichtszeitraums zeigte, dass mit 137 Einsatzstellen die Freiwillige Feuerwehr jede Menge zu tun hat. Spitzenreiter waren Wassereinsätze (46), Türöffnungen (20), Kleinbrände A und B (30) und zum Glück nur ein Mittelbrand. Acht Personen konnten gerettet werden, eine Person wurde geborgen. Die gesetzlich vorgeschriebene Eintreffzeit von zehn Minuten wurde stets eingehalten.

Brisant wurde es, als Graf das Thema »Umsiedlung des Feuerwehrhauses« anschnitt. Der Gemeinderatsbeschluss, das anliegende Gelände »Gänseweide« zu überbauen, wird zur Folge haben, dass der Feuerwehrbetrieb erheblich eingeschränkt werden wird, befürchtete Graf. Er wolle das gerade mal 30 Jahre alte Feuerwehrgebäude am liebsten nicht verlassen. Zu dieser Situation komme aber noch hinzu, dass der Landkreis Rielasingen als die erste Wahl für den Standort einer Atemschutzübungsanlage sieht. Graf betonte, dass die Feuerwehr Rielasingen-Worblingen auf keinen Fall Betreiber dieser Anlage sein wird. Durch diese Situation und dadurch, dass zukünftig Übungen auf dem eigenen Gelände durch Lärmschutzvorschriften erschwert werden, müsse man über einen anderen Standort nachdenken dürfen.

Bürgermeister und oberster »Chef« der Feuerwehr, Ralf Baumert, nahm zu diesem Thema ebenfalls noch einmal Stellung: »Es ist ein komplexes Thema. Wenn ein neuer Standort kommen sollte, dann muss es ein Standort sein, der gesichert ist und die Feuerwehr in den Aktivitäten nicht behindern wird.«

Thematisiert wurde auch die Beschaffung einer Drehleiter. Im August 2016 wurde ein Landeszuschuss zur Beschaffung einer Drehleiter von 183.000 Euro bewilligt. Dies war der Startschuss für den Beginn der Beschaffungsmaßnahme. Bis zur Beschlussfassung am 5. April können die Angebote ausgewertet werden. Graf erwartet die Lieferung einer DLK 23/12 bis Ende des Jahres 2017.

In einem Jahr wird die Amtszeit der Kommandanten ablaufen. Ulrich Graf als auch Sascha Wassmer werden dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Daher wird es ein Stühlerücken geben. Die großen Aufgaben stehen also noch bevor.

Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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