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Gemeindenachricht

Bundesregierung lobt Klimaschutz in Rielasingen-Worblingen

Südkurier vom 18.04.2018 von Ingeborg Meier

Lob für kommunalen Klimaschutz: Die Staatssekretärim Rita Schwarzlühr-Sutter überreicht Bürgermeister Baumert Zertifikate über die Einsparungen von Treibhausgasen. Bild: Ingeborg Meier

Die ganz großen Maßnahmen im Klimaschutz sind es nicht immer, auf die die Gemeinde Rielasingen-Worblingen setzt. Dafür realisiert sie, wo möglich, kleine Maßnahmen. Und die summieren sich. 2017 wurden in weiteren 120 Straßenlampen die Beleuchtungsmittel gegen LED getauscht. Damit ist nun der Austausch in der Hälfte der insgesamt 2000 Straßenlampen auf dem technologisch neuesten Stand. Und die neue Warmwasserbereitung der Ten-Brink-Sporthalle läuft solargestützt. Durch diese beiden Projekte werden jährlich 38,65 Tonnen Kohlenwasserstoffdioxid (CO2) eingespart. Das entspricht dem Gegenwert von 64500 Kilowattstunden Energieverbrauch.

Für diese Beiträge zum aktiven Klimaschutz überreichte die Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) aus dem Berliner Umweltministerium der Gemeinde Rielasingen-Worblingen nun zwei Zertifikate der Nationalen Klimaschutzintiative. Diese Initiative des Umweltministeriums hat aus ihrem Förderprogramm "Kommunalrichtlinie" 29000 Euro zu den beiden Vorhaben mit ihrem Gesamtprojektvolumen von 86000 Euro beigetragen. Bürgermeister Ralf Baumert nahm sie gern entgegen.

Umweltpolitikerin Schwarzelühr-Sutter betonte, welche Bedeutung den lokalen Akteuren im Klimaschutz zukomme: "Jede Kommune, die so aktiv ist, ist ein Vorbild auch für ihre Bürger. Wir fördern eine Menge von Maßnahmen – man muss sie nur abgreifen. Machen Sie es weiter so, ich kann Sie nur ermutigen", lautete der Dank der SPD-Politikerin auf die Erläuterungen des Gemeindeoberhauptes zu weiteren in der Aachtalgemeinde durchgeführten Projekten.

Diese reichen von der Erneuerung der Innenbeleuchtung in öffentlichen Gebäuden bis zu einer Reihe von Renaturierungen. Von der Zurverfügungstellung von Gemeindegrund für den im letzten Jahr fertiggestellten Sielmann-Weiher mit seiner erhofften hohen Biodiversität bis hin zu einem baldigen stärkeren Engagement in Richtung E-Mobilität. Die Optimierung des im Rahmen des Konzessionsverfahrens zurückgekauften Energieleitungsnetzes und die Gründung der eigenen Netzgesellschaft, zu der Gottmadingen als Gesellschafter und vielleicht bald auch Gailingen zählen, wird nach Meinung Baumerts eine der großen Herausforderungen der Zukunft sein. Als anderes großes Thema betrachtet der Bürgermeister die Speicherkapazitäten im Bereich der dezentralen Energieversorgung. Und natürlich gehe es mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung weiter. Die Hälfte, 1000 Straßenlampen, steht noch an.

Der Einsatz von Klimaschutztechnologien in der öffentlichen Infrastruktur und den Gebäuden rechne sich auch schnell, so Baumert. "Die Verbräuche sind deutlich zurückgegangen." Das schlage sich auch in den Kosten nieder, freute sich der Bürgermeister.

Das Förderprogramm


2008 hat das Bundesumweltministerium das Förderprogramm Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ins Leben gerufen. Seither sind 12500 Projekte in mehr als 3000 Kommunen mit rund 560 Millionen Euro gefördert worden. Die jeweilige regionale Wertschöpfung ist immens: Durch diese Projekte wurden zusätzliche Investitionen in Höhe von 908 Millionen Euro ausgelöst. Rielasingen-Worblingen hat aus dem Programm seit 2012 insgesamt 120000 Euro erhalten. (drm)
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen