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Gemeindenachricht

In Arlen gibt es Kunst im Garten

Südkurier vom 03.07.2018 von Sandra Bossenmaier

Die Eheleute Haitz in ihrem kunstvoll gestalteten Garten. Bild: Bossenmaier

Schon am Eingang zum Grundstück von Romy und Helmut Haitz in Arlen trifft man auf einen Zauberbaum. Im Vorgarten steht ein aktiver Hegauvulkan, dessen Inneres flammenrot leuchtet. Ein Stück weiter beobachten drei Hegauer erstaunt die Landung eines großen Weltraumseglers. Die Rede ist von den Skulpturen rund ums Haus und im Garten der Eheleute Haitz. Auf den ersten Blick mögen die Skulpturen abstrakt wirken. Doch wenn der Macher Helmut Haitz bei einem Rundgang durch den Garten seine Skulpturen erklärt, erschließt sich deren Bedeutung plötzlich ganz offensichtlich. Der Handwerker im Künstler lässt sich nicht verleugnen. Haitz arbeitete bis zu seiner Rente als Handwerker, seit zwischenzeitlich 15 Jahren widmet sich der Rentner seinem Kunsthandwerk.

Zur Herstellung seiner Objekte verwendet er Materialien, die man auch vom Bau kennt. Kies, Sand, Stahl, Fliesen, Spiegel, mitunter auch hochwertige Stahlkugeln, die normalerweise in einem Kugellager Verwendung finden. Am Anfang steht die Idee des Kunsthandwerkers. Beim Umsetzen dieser Idee nimmt die Skulptur konkret Gestalt und Form an und entwickelt sich zu einem Ganzen.

Skulpturen aus unüblichen Materialien
Immer wieder findet man im Künstlergarten Kunstfiguren aus alten handgezogenen Biberschwänzen. Mit diesen alten Biberschwänzen aus dem Jahr 1833, also mit alten Dachziegeln, fing alles an. Haitz hatte damit auf seinem Grundstück Pfeiler, Bögen, Wandverkleidungen und einen Brunnen hergestellt. Im Anschluss daran kam ihm die Idee, künstlerisch tätig zu werden und aus diesen eher unüblichen Materialien Kunstwerke herzustellen. In vielen schlaflosen Stunden seien nach und nach Figuren und Skulpturen unterschiedlichster Art entstanden.

"Ich habe das Bedürfnis, meine Kunst anderen zu zeigen und ihnen damit eine Freude zu bereiten", erklärt Haitz in Hinblick auf das grenzenlose Garten-Rendezvous. Am Sonntag, 15. Juli, von 10 bis 18 Uhr, wird er seinen Garten im Pappelweg 2 in Rielasingen-Worblingen (Arlen) den interessierten Besuchern zeigen. "Wir nehmen uns den ganzen Tag Zeit für die Gäste", freuen sich die Eheleute Haitz auf diesen Tag.

Für die Zeit von 10 bis 12 Uhr engagierten sie ein Musikerehepaar aus Trossingen, das für musikalische Unterhaltung sorgen wird. Die an diesem Tag erzielten Erlöse aus dem Verkauf von Kunstgegenständen möchte Haitz an die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" spenden. Eine Organisation, die in Krisen- oder Kriegsgebieten medizinische Nothilfe leistet.

Garten-Rendezvous
Insgesamt 77 Gärten in der Hegauregion und im Schaffhauser Land können im Rahmen des Grenzenlosen Garten-Rendezvous besichtigt werden. Neben öffentlichen Parks sind auch etliche private Gärten zu besichtigen. Die Gartenbesitzer geben damit einen nicht selbstverständlichen Einblick in ihr Privatleben. Noch bis Ende November gibt es zahlreiche Besichtigungen und Veranstaltungen zum Thema Garten.

Informationen im Internet:
http://www.gaerten-am-bodensee.eu
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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