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Gemeindenachricht

Ein attraktiver Naturerlebnisstandort in Rielasingen-Worblingen

Südkurier vom 25.07.2018 von Ingeborg Maier


Vor dem Sielmann-Weiher freuen sich Sindy Bublitz, Ralf Baumert, Klaus-Dieter Schnell (1-3 von rechts) und die Handwerker und Helfer über die Besucherplattform mit Blick auf das Biotop. Bild: Ingeborg Meier
Was vor einem Jahr noch bloße Erde war, ist jetzt wieder begrünt. Innerhalb dieser kurzen Zeit hat sich der künstlich angelegte Sielmann-Weiher im Gewann Wolfenacker südlich des Naturbads im Ortsteil Worblingen schon fast zu dem Biotop entwickelt, das man sich erhofft hat. Das 0,8 Hektar große Gewässer mit Brutinseln und einer Eisvogelbrutwand hat sich bereits ein ganzes Stück weit zu einem wichtigen Feuchtlebensraum für Vögel, Amphibien und Insekten entwickelt. Im Frühsommer, so Sindy Bublitz von der Heinz Sielmann-Stiftung bei der offiziellen Plattform-Einweihung, konnte man hier eindrucksvollen Froschkonzerten lauschen.

Zwergtaucher, Pirole, Rohrammern, Neuntöter und Nilgänse wurden gesichtet, und sogar auch der ganz seltene Baumfalke, wie der Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde Rielasingen-Worblingen, Matthias Möhrle, erzählte. Eine Besetzung mit verschiedenen Weißfischarten bietet unter anderen Watvögeln Nahrung.

Feldhecke schirmt das Biotop ab
Mittlerweile wurde auch eine Besucherinfrastruktur geschaffen, die schöne Naturbeobachtungen und – erlebnisse möglich macht. So steht seit dem Spätwinter eine Beobachtungsplattform am Beginn des Biotops. Ein Fernglas sollten die Besucher aber mitbringen. Denn das Biotop ist nicht begehbar, und die Plattform wurde in einiger Entfernung zum Gewässer gebaut, um die Natur nicht zu stören. Aus eben diesem Grund schirmt eine in den vergangenen Monaten von verschiedenen BUND-Ortsgruppen gepflanzte Feldhecke das Biotop zum Zugangsweg hin ab. Das Gehölz bietet darüber hinaus beerenfressenden Vögeln Rückzugsmöglichkeiten und Futter. Erklärungen liefert eine jüngst aufgestellte Info-Tafel.

Finanziert wurden Plattform, Infotafel und Hecke zu sechzig Prozent mit Interreg-Mitteln über den Kleinprojektefonds der Internationalen Bodenseekonferenz mit Sitz in Konstanz. Wie Bürgermeister Ralf Baumert berichtete, spricht das Biotop, das auch unweit des landschaftlich attraktiven und daher viel befahrenen Radwegs am Fuß des Schienerbergs liegt, viele Interessierte an. Auch Sindy Bublitz berichtete von guten Besucherzahlen und wies darauf hin, dass es auch Führungen über den Schweizer Sielmann-Projektpartner Turdus Schaffhausen gibt.
 
Kommune an Folgeprojekten interessiert
Das Areal für den Sielmann-Weiher, der auf Grund seiner Lage die erste Biotop-Maßnahme mit grenzüberschreitender Bedeutung in Sielmanns Biotopverbund Bodensee ist, hat die Gemeinde Rielasingen-Worblingen zur Verfügung gestellt. Baumert, der der Sielmann-Stiftung für "das ganz tolle Projekt " ein herzliches Dankeschön aussprach, kündigte das Interesse der Kommune an Folgeprojekten an: "Wir Menschen nehmen der Natur so viel weg, da wollen wir ihr auch etwas zurückgeben." Bublitz nahm die Worte gern zur Kenntnis: Die Kooperation mit der Gemeinde sei super, freute sie sich. Die Gemeinde pflegt übrigens auch die Biotop-Infrastruktur.

Der Weiher


Das Biotop Sielmann-Weiher umfasst ein Areal von gut zwei Hektar, das Stillgewässer selbst 0,8 Hektar. Finanziert wurde das 397 000 Euro teure Projekt, das ein Baustein in Sielmanns Biotopverbund Bodensee ist, durch die Heinz Sielmann-Stiftung, den Naturschutzfonds Baden-Württemberg, die Gemeinde Rielasingen-Worblingen, den Turdus Vogel- und Naturschutzverein Schaffhausen, das Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen, den Energieversorger Schaffhausen Power, die Wessenberg-Schule Singen und den IBK-Kleinprojektefonds.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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