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Gemeindenachricht

Derzeit „Insel der Glückseligen“

Singener Wochenblatt online vom 23.11.2018 von Oliver Fiedler

Bei den Hauptproben der Feuerwehr Rielasingen-Worblingen wird die Leistungsfähigkeit vor Publikum vorgeführt, sie wurde nun auch durch den aktuellen Feuerwehr-Bedarfsplan bestätigt. swb-Bild: of/ Archiv

Rielasingen-Worblingen (of). Der Gemeinderat von Rielasingen-Worblingen hat in seiner Sitzung am Mittwoch den Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde verabschiedet. Damit war auch eine Bestandsaufnahme aus der aktuellen Situation heraus verbunden. In der Gemeinde sei man sehr aktiv gewesen Nachwuchs zu gewinnen über die Jugendfeuerwehr, lobte Thomas C. Raible vom Fachberatungsunternehmen Luelf & Rinke, der die Erstellung des Bedarfsplanung begleitet hatte. Personell und in der Altersstruktur sei die Feuerwehr hier sehr gut aufgestellt, was das Ergebnis engagierter Arbeit sei. Auch die Qualifikation der Feuerwehrangehörigen sei sehr gut und die Gemeinde habe sehr weitsichtig in den Fahrzeugbestand investiert. Das aktuell im Bestand befindliche Löschfahrzeug LF 16/12 müsse freilich mittelfristig durch ein Fahrzeug der neuen Generation ersetzt werden, auch sei ein Gerätewagen Logistik als Nachfolgemodell für das Tragkraftspritzenfahrzeug, das auch schon 30 Jahre auf dem Buckel hat, stehe für die nächsten Jahre auf dem Plan.

Nach der Erhebung arbeiten 77 Prozent der Feuerwehrangehörigen nicht im Ort, 18 davon hätten aber ihren Arbeitsplatz in der Gemeinde und es gebe einen größeren Anteil an Schichtarbeitern, die dann teilweise tagsüber zur Verfügung stünden, so dass ein kompletter Zug tagsüber gestellt werden könnte. „Sie sind damit eine Insel der Glückseligen, denn viele Gemeinden im ländlichen Raum haben tagsüber doch größere Probleme, genügend Kräfte vor Ort zu haben“, so Raible. Was die Zeit betrifft, bis die Feuerwehr vor Ort ist, bescheinigte Raible, dass die Feuerwehr das gesamte bewohnte Gemeindegebiet innerhalb von fünf Minuten Fahrzeit erreichen würde, also die Regel eingehalten werden könnte, dass die Feuerwehr innerhalb von 10 Minuten am Einsatzort angekommen sein soll. Das bestätigte auch Kreisbrandmeister Carsten Sorg: Um die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in Rielasingen-Worblingen müsse man sich derzeit keine Sorgen machen, meinte er.

Das aktuelle Feuerwehrhaus ist für Raible freilich „angezählt“, weil es dort einerseits zu eng zugeht, es keine getrennten Umkleidemöglichkeit für Frauen und Männer gibt, die Schwarz-Weiß-Trennung noch fehle, eine Abgasabsaugung in der erforderlichen Form fehle und es eine Einschränkung des Übungsbetriebs durch die umgebende Wohnbebauung gegeben sei. Auch wenn es ja schon länger Neubaupläne für die Feuerwehr im Gewerbegebiet an einem neuen Standort gibt, will die Gemeinde zwei Garagen bauen für die auch schon Zuschüsse gekommen seien. Auch die Absauganlage sei bereits im Haushaltsplan für das kommende Jahr vorgesehen, sagte Bürgermeister Ralf Baumert.

82 Personen sind gegenwärtig in der Feuerwehr aktiv, acht Nachwuchskräfte kamen von der Jugendfeuerwehr neu dazu, gab es in der Sitzung zu erfahren. Die Hilfsfrist von 10 Minuten habe man in den letzten zwei Jahren zu 100 Prozent eingehalten, so der Kommandant der Feuerwehr Rielasingen-Worblingen, Viktor Neumann, in der Sitzung. Man sei sehr froh, nach sehr intensiver Vorarbeit, in die noch sein Vorgänger Ulrich Graf mit eingebunden war, nun diesen Plan fertig zu haben, der auch die Leistungsfähigkeit der lokalen Feuerwehr bestätige, die dieses Jahr zum Beispiel schon über 70 Einsätze hatte.

Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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