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Zum Baugebiet


Das Neubaugebiet Aufgehender wird mit zehn Hektar im Endausbau auf lange Zeit das größte Baugebiet. Zwischen den Straßen Am Rebberg im Norden, der Gutenberg- und Römerstraße im Süden sollen 100 Grundstücke und 340 Wohneinheiten entstehen. Die Verwaltung rechnet mit 640 Bewohnern.

Gemeindenachricht

Nur langsame Fortschritte beim Baugebiet Aufgehender: Noch bemüht sich die Gemeinde um den Grunderwerb

Südkurier vom 27.12.2018 von Ingeborg Meier

Ursprünglich hatte die Gemeindeverwaltung gehofft, dass 2018 die 36 Grundstücke des ersten Bauabschnitts des geplanten Neubaugebiets Aufgehender am Fuße des Roseneggs baureif wären. Nun sieht es so aus, als müssten Bau-Interessierte darauf noch eine ganze Weile warten. "Es gibt beträchtliche Probleme beim Grundstückserwerb durch die Gemeinde", sagte Bürgermeister Ralf Baumert in der letzten Ratssitzung dieses Jahres. In Rielasingen habe es keine Flurordnung gegeben. Das anvisierte Areal gehöre einer Vielzahl von Eigentümern. Und nicht alle seien verkaufswillig in einer Zeit, in der man für Geld auf der Bank keine Zinsen bekomme.

Wäre es nach Plan gelaufen, wäre ein Teil der Ackerflächen heute bereits bebaut. Das Neubaugebiet Aufgehender wird aber noch länger auf sich warten lassen. | Bild: Gemeinde

Junge Familien ziehen weg, weil sie keine Chance sehen

Die Nachfrage nach Grundstücken in Rielasingen ist größer denn je. Es gebe 200 Bewerbungen pro Bauplatz, so das Gemeindeoberhaupt. Insbesondere junge Familien zögen in andere Orte, weil sie hier keine Aussicht auf einen Bauplatz für ein Ein- oder Zweifamilienhaus hätten, so Gemeinderat Volker Brielmann. Auch der private Markt gebe aktuell für diese Gruppe wenig her. Die Preise seien zu hoch. "Selbst die älteste Hütte kostet schon 300.000 Euro", meinte Baumert.

Wohnungen können im Moment angeboten werden

Anders als im Einfamilienhaus-Segment ist in den vergangenen zwei Jahren im Geschoss-Wohnbau viel passiert. "Wir sind regelrecht überrollt worden", freute sich Rudolf Caserotto. Die vor drei Jahren in einer Bedarfsanalyse genannte Zahl von bis 2030 dringlich zu schaffenden 530 Wohneinheiten verringere sich durch die derzeitigen großen Vorhaben und bereits laufenden Baumaßnahmen auf dem Schiesser-Areal, auf der Gänseweide, an der Aach und in der Hardstraße schon fast um die Hälfte.

Weitere Areale sollen als Baugebiete ausgewiesen werden

Derzeit will die Gemeinde insbesondere im Bereich Langenäcker die Möglichkeiten nutzen, die der Paragraf 13b des Baugesetzbuches befristet bis Ende 2019 bietet. Danach können bis zu einem Hektar große Areale gerade in den Randgebieten einer Kommune als Baugebiet ausgewiesen werden – auch wenn dies im Flächennutzungsplan nicht so ausgewiesen ist.

Wie motiviert man Senioren, umzuziehen?

Martin Doerries, seit kurzem Ortsbaumeister der Gemeinde, regte an, über Möglichkeiten nachzudenken, die auch der nächsten Generation noch die Verfügung über Grund und Boden geben: Erbpacht statt Grundstücksverkauf zum Beispiel. "Vielleicht wäre das eine Option." Viel Hoffnung setzte das Ratsgremium darauf, dass dem Bedarf an Einfamilienhäusern auch damit nachgekommen werden könne, dass Senioren, denen ihr Haus zu groß werde, in die neuen, behindertengerecht und mit Aufzug ausgestatteten Geschosswohnungen ziehen, die jetzt in der Gemeinde entstehen.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen