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Gemeindenachricht

Viel Musik drin für Rielasingen-Worblingen

Singener Wochenblatt online vom 06.01.2019 von Oliver Fiedler

Edgar Auer, Markus Störk und Ralf Baumert auf der Bühne bei der hohen Ehrung. swb-Bild. of

Rielasingen-Worblingen (of). Ganz im Zeichen einer großen musikalischen Ehrung stand der diesjährige Neujahrsempfang in Rielasingen-Worblingen, denn dort galt es zwar kein „Lebenswerk“ aber mit Markus Störk konnte ein gerade erst knapp 20 Jähriger Sänger geehrt werden, der doch schon ein sehr beachtliches Lebenswerk bis dato geschafft hat. Kein geringerer als Edgar Auer aus Worblingen, der selbst im Führungsgremium des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend musiziert“ sitzt, hielt die Laudatio auf ihn. „Markus Störk hatte das Glück in der Musikschule Westlicher Hegau und dort MD Ulrike Brachat, habe er eine Lehrerin, mit der „Hand in Hand“ seinen Traum von „singen, spielen, tanzen“ in die Wirklichkeit umzusetzen.

Er habe die Instrumente, die die musikalische Bildungslandschaft hier biete, konsequent genutzt und schon aus dem Kindergartenalter werde berichtet, dass er bei Musik einen besonderen Glanz in die Augen bekam. Mit der bestandenen Aufnahmeprüfung am Vienna Conservatorium, als einer von 8 von über 200 Bewerbern aus der ganzen Welt, habe er seinen Traum nun verwirklichen können, um aus seiner Leidenschaft und seinem Talent einen Beruf machen zu können. Nach der Überreichung der Ehrenurkunde durch Bürgermeister Ralf Baumert führte Markus Störk mit seinem „Wenn ich einmal reich wär…“, ganz in der Tradition von Ivan Rebroff seine Klasse als darstellender Sänger zur Begeisterung des Publikums vor. Störk hat auf dem Weg zu diesem Studium bereits den Bundespreis im Fach Gesang bei „Jugend musiziert“ gewonnen und ist bereits auch vom Singener Lionsclub angesichts seines Talents mit einem Kulturförderpreis bedacht worden.

Auer wollte nicht hinter dem Berg halten, dass man hier in der Gemeinde in Sachen der Förderung der Musik durchaus schon viel vollbracht habe. Die lange Liste an Namen von Bundespreisträgern bei Jugend musiziert war beeindruckend. Und Musik war auch ihm Rahmenprogramm drin, das von der Jugendmusikschule hier zelebriert wurde.

Bürgermeister Ralf Baumert ging in seinem Rückblick und Ausblick auf viele bewegende Momente ein. Auch in der Gemeinde gab es traurige Momente, wie der Tod des ehemaligen Bürgermeisters Berthold Heim, der dieses Amt von 1957 bis 1991 ausgeübt hatte. Und der viel zu frühe Tod von Bernhard Beger, der seit 1984 im Gemeinderat war und der nach Weihnachten im Alter von 68 Jahren verstorben war. Abschied nehmen musste die Gemeinde auch vom Gründer der Bürgerstiftung, Egon Graf, der nach langer Krankheit verstorben war. Das zurückliegende Jahr sei für Verwaltung und Gemeinderat ein sehr arbeitsreiches Gewesen, 45 Jahre Partnerschaft mit Nogent-sur-Seine, 20 Jahre mit der Schweizer Gemeinde Lostorf, das erste „Walking Dinner“ am Skulpturenweg, die Einweihung der Ten-Brink-Sporthalle nach Investitionen von 2,5 Millionen Euro, der Abschluss der Sanierung der Hardstraße nach über zwei Jahren Bauzeit und Kosten von über 2,5 Millionen Euro, mit Fahrradschutzstreifen auf Anraten der Polizei. Einen Kilometer habe man erneuert, deshalb hätten sich die Bauarbeiten auch über zwei Jahre hingezogen. Noch in Arbeit sind die Arbeiten zu Ertüchtigung des Altbaus der Ten-Brink-Schule für 2 Millionen Euro, von denen über 900.000 Euro als Zuschüsse kamen. Das Thema sozialer Wohnbau habe man mit 24 Wohnungen vorangetrieben, die im April fertiggestellt wurden. Das sei freilich nicht das Ende in diesem Bereich. Der Neubau an der Zeppelinstraße für sozialen Bedarf und für Anschlussunterbringung für zwei Millionen Euro sei ein weiterer Schritt. Das Thema Kiesabbau werde im Januar nochmals neu aufleben durch eine Sitzung des Petitionsausschusses hier in der Talwiesenhalle. „Solle es zu einer Genehmigung kommen, werden alle betroffenen Gemeinden dagegen massiv klagen“, kündigte Baumert in seiner Ansprache an.

2018 sei ein ausgesprochenes Wechseljahr mit dem neuen Postenleiter der Polizei, Herbert Fahr, bei der Feuerwehr gab es den Wachwechsel von Kommandant Ulrich Graf an Viktor Neumann als Kommandant, Schulleiter Werner Metzger gab seinen Stab als Schulleiter an Nachfolgerin Birgit Steiner weiter. Zudem konnte an Ernst Günther Hahn das Bundesverdienstkreuz verliehen werden.

Man habe zudem die Marke von 12.000 Einwohnern geknackt, gab Baumert nicht ohne Stolz bekannt. Man wachse moderat, aber doch stetig.
2019 werde man viele Baustellen erleben. Die privaten Bauprojekte am Schiesser-Areal, am Lindenplatz wie an der Gänseweide würden im Frühjahr starten, das Projekt an der Hauptstraße sei im Bau. Rund 200 Wohnungen kämen hier voraussichtlich hinzu. Nachholbedarf sieht Baumert freilich im Bereich altersgerechtes Wohnen. Es stehe für dieses Jahr auch der Umbau mit Erweiterung des Pflegezentrum St. Verena an. Man habe 32.000 Quadratmeter von der Hupac erworben um dort weitere Gewerbeflächen anbieten zu können und wo auch ein Feuerwehrzentrum durch den Landkreis entstehen soll. In diesem Jahr wolle man auch den Umbau der Kreuzung Oberdorf- / Gottmadinger Straße angehen. Derzeit habe man rund 200 Anfragen von Bauwilligen, aber außer zwei kleinen Baugebieten in Worblingen und Arlen, die in Vorbereitung sind, könne man aktuell nichts bieten. Beim großen geplanten Baugebiet „Aufgehender“ komme man mit dem Grundstückserwerb nicht voran, so dass man derzeit nicht sicher sagen könne, ob diese Pläne überhaupt umsetzbar seien, deutete Ralf Baumert in seiner Ansprache an. Dafür gebe es seit kurzem für das geplante Gewerbegebiet am Zoll sehr viele Anfragen von Gewerbetrieben, so dass hier die Planungen in die Umsetzung gehen sollen. Nochmal Bewegung gebe es in der Frage zu einer Westumfahrung von Rielasingen-Worblingen, so Baumert.

Das Lob des Bürgermeisters oblag bereits zum 11. Mal Bürgermeisterstellvertreter Rudi Caserotto: „Rielasingen ist eine tolle und auch lebenswerte Gemeinde, und das sogar noch mit „Luft nach oben“. Caserotto lobte für die zu Ende gehende Legislaturperiode die hohe Streit- und Diskussionskultur im Gemeinderat, mit der man hier eine Menge erreicht habe. „Mensch Ralf, du hast Glück mit deinem Gemeinerat.“, rief er in seiner gereimten Rede aus.


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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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