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Gemeindenachricht

Neujahrsempfang 2019


Bürgermeister Ralf Baumert bei seiner Neujahrsrede.Der Einladung der Gemeinde zum Neujahrsempfang 2019 folgten knapp
400 Bürgerinnen und Bürger.

Nach der musikalischen Eröffnung durch die Jugendmusikschule Westlicher Hegau blickte Bürgermeister Ralf Baumert in seiner Neujahrsrede zunächst auf traurige Momente in der Gemeinde zurück. Dazu gehörte der Tod des früheren und langjährigen Bürgermeisters Bertold Heim im Alter von 90 Jahren, dessen große Verdienste um die Gemeinde Rielasingen-Worblingen unvergessen bleiben. Weiterhin gab es vor kurzem eine bewegende Trauerfeier für Bernhard Beger, der mit seinem langen Engagement im Gemeinderat und in der Vereinsarbeit enorme Verdienste um das örtliche Gemeinwesen erworben hat. Schließlich musste im Jahr 2018 von Egon Graf Abschied genommen werden, der als langjähriger 1. Vorstandsvorsitzender und unermüdlicher Motor der Bürgerstiftung sowie Initiator des GeschenkSchecks beim Standortmarketingverein PRO|RIWO in Erinnerung bleibt.

2018 stand aber auch eine herausragende Ehrung an, bei dem Ernst Günter Hahn für seinen jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz für das Gemeinschaftswesen das Bundesverdienstkreuz am Bande erhielt.
„Und so muss immer wieder erkannt werden, dass schöne und traurige  Momente sehr nahe beisammen sind“, betonte Herr Baumert.
Viele Projekte hätten 2018 Fahrt aufgenommen beziehungsweise konnten zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden, andere dauern noch an.
Es wurde beispielsweise im Januar 2018 die generalsanierte Ten-Brink-Sporthalle nach einer Bauzeit von rund 12 Monaten wieder in Betrieb genommen sowie im Juli 2018 das Einweihungsband für die wiedereröffnete Hardstraße durchschnitten. Beide Großprojekte verursachten jeweils Gesamtkosten von rund 2,5 Millionen Euro.
Am ehemaligen Realschultrakt der Ten-Brink-Schule laufen aktuell noch
Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen mit Gesamtkosten von rund 2 Millionen Euro. Diese Baumaßnahmen werden über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes und über eine Investitionshilfe aus dem Ausgleichsstock mit einem Gesamtbetrag von rund 920.000 Euro bezuschusst.
 
Es wurde begonnen, dringend erforderlicher bezahlbarer Wohnraum zu schaffen. Zum einen wurden beim Bauprojekt der KEG in der Gottmadinger Straße 24 Wohnungen bezugsfertig, zum anderen stellt die Gemeinde in den neuen Wohnhäusern in der Zeppelinstraße weitere 8 Wohnungen und Einzelzimmer zur Verfügung.
Beim Kiesabbau im Dellenhau werden die Karten neu gemischt, auf den Ausgang des Petitionsverfahrens wird gespannt gewartet. Sicher ist nur eines, das im Falle der Genehmigungserteilung die betroffenen Gemeinden dagegen klagen werden.

Im Jahr 2019 wird unter anderem die Änderung beziehungsweise Aufstellung von Bebauungsplänen und Baugenehmigungen zur Schaffung von dringend erforderlichem Wohnraum im Bereich „Gänseweide“, „ehemaliges Schiesser-Areal“, Hauptstraße und Hegaustraße/Lindenplatz zu behandeln sein. Auch das Thema „Wohnen im Alter“ und die geplante Erweiterung des Pflegezentrums werden viel Raum einnehmen. Weitere Themenbereiche sind die Erstellung von Bebauungsplänen für Gewerbeansiedlung beim ehemaligen HUPAC-Gelände und „Bei der Kapelle“ in unmittelbarer Grenznähe zur Schweiz sowie die Planung der neuen Verbindungsstraße zwischen Oberdorfstraße und Gottmadinger Straße, um die gefährliche Einfahrt bei der Straße „Am Rebberg“ zu schließen.
Aufgrund der zahlreichen Grundstücksanfragen von überwiegend jungen Familien aus der Gemeinde soll der weitere Flächenerwerb für neue Wohnbaugebiete angegangen werden.
Ferner wird sich die Gemeinde weiterhin für die Einführung von Tempo 30 in der gesamten Ramsener Straße und der nördlichen Hauptstraße einsetzen.

Trotz der großen Investitionen sei laut Herrn Baumert mit Umsicht gewirtschaftet worden – aber auch noch viele anstehende und zu finanzierende Aufgaben zu meistern, die dank der Rücklagen mit dem nötigen Augenmaß angegangen werden könnten.
Schließlich erinnerte Herr Baumert an die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 und lud die Einwohnerschaft dazu ein, noch mehr Neues über die Gemeindeentwicklung im Rahmen einer Einwohner- und Bürgerversammlung am 21. März, um 19.00 Uhr in den Talwiesenhallen zu erfahren.

In der Folge stimmte der Worblinger Mitbürger Edgar Auer in einer launigen Rede auf die Auszeichnung des jungen Musiktalents Markus Störk ein. Herr Auer ist beim Deutschen Musikrat Projektleiter des Bundeswettbewerbes „Jugend musiziert“ und prädestiniert als Laudator, nach dem Herr Störk mehrfacher „Jugend musiziert“-Preisträger auf Regional- und Landesebene ist und auch einen Bundespreis in Gesang erhielt. Daneben wurde ihm 2017 der Kulturförderpreis des Lions Club Singen-Hegau überreicht.
Seit 2018 hat Markus Störk einen Studienplatz am Vienna Konservatorium in Wien, bei dem er unter mehr als 200 weltweiten Bewerbern einen der insgesamt acht begehrten Studienplätze erhalten hat.

Bürgerpreis-Träger Markus Störk trug unter großem Beifall der anwesenden Gäste das Gesangsstück „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical Anatevka vor, begleitet von Klavierlehrer Heinrich Beise.

Herr Auer sah mit der Verleihung des Bürgerpreises an Markus Störk auch eine Art Wertschätzung der bisher aus Rielasingen-Worblingen hervorgegangenen „Jugend musiziert“-Preisträger. Das 19-jährige Gesangstalent genoss seine musikalische Ausbildung an der Jugendmusikschule Westlicher Hegau und insbesondere die Musikschuldirektorin Ulrike Brachat habe laut Herrn Auer seine Talente Gesang, Tanz und Schauspiel entscheidend gefördert.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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