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Gemeindenachricht

Eine musikalische Perlenkette

Singener Wochenblatt online vom 20.01.2019 von Oliver Fiedler

Jede Menge Soli bot die Bosch Big-Band beim Benefizkonzert für die Bürgerstiftung in der Talwiesenhalle am Samstagabend. swb-Bild: of

Rielasingen-Worblingen (of). Mit einem ganz dicken Applaus begann das diesjährige Benefizkonzert für die Bürgerstiftung Rielasingen-Worblingen und der galt dem im letzten Jahr leider viel zu früh verstorbenen Stiftungsgründer Egon Graf. Seine Tochter Silke Graf, die die Leitung der Bürgerstiftung übernommen hat, widmete ihm zusammen mit Vorstandskollege Eckhardt Pfeiffer einen kleinen Nachruf. Seiner großen Energie, die er in diese Stiftung investierte, war es zu verdanken, dass die einst mit einen Gründungskapital von 80.000 Euro gegründeten Stiftung im Frühjahr die Schallmauer von 300.000 Euro überwinden konnte, womit schon eine Menge in der Gemeinde für viele Projekte bewirkt werden konnte. Er habe schon ein großes Loch hinterlassen, gestand Eckhardt Pfeiffer. Doch es werde weitergehen und auch ein fünftes Benefizkonzert geben, wie Bürgermeister Ralf Baumert ganz am Schluss des Konzerts schon mal verriet.

Doch erst mal stand dann natürlich die Musik der Bosch Big-Band unter der Leitung von Josef Herzog ganz im Mittelpunkt. Und für diesen Abend hatte die sehr kompakt aufgestellte Band eine schöne Perlenkette von Klassikern aus Swing, Jazz  und Pop aufgeschnürt, alles in einem sehr klaren Sound und mit vielen Soli und gutem „Groove“ gespielt, bei dem man sich immer vergegenwärtigen musste, dass hier keine Profi-Kapelle auf der Bühne war, dafür natürlich musikalische Überzeugungstäter, die in erster Linie Mitarbeiter des Unternehmens Bosch sind.

Switch in Time“ von Count Baisie, der „Work Song” von Ned Elderly, Ted Wilsons Superklassiker „Go tell it on the Mountain“ waren die ersten Perlen. Schon bald gesellte sich mit Kevin Roth in der Rolle von Fank Sinatra in „Straighten Up & Fly Right“ eine sehr charaktervolle Stimme dazu, der gleich darauf auch Kurt Weills „Mackie Messer“ mit dem richtigen Schmiss der „Dreigroschenoper‘“ inszenierte. Weitere Stücke dieses Abends waren zum Beispiel Michael Buble’s  „Everything“ oder „Moondance“ in der ganz eigenen Bigbandfassung, ein „Another lazy Day für Stehblues-Fans und eine ganze Reihe weiterer Stücke von Sammy Nestico, die wie wohl kein anderer die Musik der Bigbands geprägt hat. Und weil Weihnachten auch noch nicht so lange her ist und sich der Abend nach Winter anfühlte, gab es noch manche Einlage in dieser Richtung. Doch freilich auch mit ganz eigener Handschrift. Aus dem „Little Drummer Boy“ wurde so ein ganz schön jazziges Dauersolo für Bass-Saxpohon wie Bass-Posaune um dann mit „Children of Sanchez“ oder „Pacific Rainbow“ (Peter Herbolzheimer) so richtig aufzudrehen, was mit „Phantasy“ von „Earth,Wind and Fire“ seinen Höhepunkt fand und Filmmusik mit Soli von Trompete, Basssaxophon und sogar Schlagzeug als zusätzliche Aha-Erlebnisse eingeflochten wurde. „Man muss immer aufhören wenn's am schönsten ist“- verabschiedete Leader Sepp Herzog die Band nochmals mit einem Arrangegement von Peter Herbolzheimer und Soli von Gitarre, Altsaxophon, dem Trompetensatz und nochmals Schlagzeug. Und klar: da war noch eine Zugabe fällig.

Bewirtet wurden die rund 400 Gäste dieses beschwingenden Konzertabends schon traditionell vom Fanfarenzug Rielasingen-Arlen.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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