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Harmonische Feier


Bezugsfertig waren die Obdachlosen-Unterkünfte bereits Mitte Dezember. Die offizielle Einweihung erfolgte am Donnerstag. Eine so problemlose Baustelle habe er fast noch nie erlebt, lobte da Bürgermeister Ralf Baumert die Zusammenarbeit mit der Baufirma aus Lahr und den Fach- und Handwerkerfirmen in höchsten Tönen. Ebenso herzlich fiel der Dank des technischen Leiters des Lahrer Bauunternehmens, Jürgen Baumeister, aus, insbesondere auch an das Bauamt der Gemeinde. Nur ein perfekt abgestimmtes Team einschließlich Bauherren könne so eine Paradeleistung erbringen. (drm)

Gemeindenachricht

Gemeinde baut in Rekordzeit Fertighäuser für von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen

Südkurier vom 28.01.2019 von Ingeborg Meier

Rielasingen-Worblingen - Die Gemeinde Rielasingen-Worblingen nützt tatkräftig jede Möglichkeit , Unterkünfte für Menschen zu schaffen, denen Obdachlosigkeit droht – ob dies nun einheimische Bürger sind oder anerkannte Asylsuchende, die auf dem privaten Markt keine Wohnung finden. In der Rekordzeit von nur einem guten halben Jahr wurden jetzt zwei Gebäude für die Unterbringung dieser Personengruppen in der Zeppelinstraße hochgezogen, die Entspannung in die schwierige Situation bringen. Des weiteren hat die Gemeinde jetzt vom Landkreis die ehemalige Gemeinschaftsunterkunft in der Ramsener Straße für die sogenannte Anschlussunterbringung von Flüchtlingen anmieten können.

Ralf Ebenslander und Karin Schmidt vom Bauamt, Wilfried Rauscher, Thomas Silberberger, Nadine Stotz von Fertigbau Wochner, Bürgermeister Ralf Baumert und der technische Leiter von Wochner, Jürgen Baumeister (von links). Bild: Ingeborg Meier

Insgesamt acht Wohnungen mit je 60 Quadratmetern stehen in den beiden zweieinhalb-geschossigen Häusern zur Verfügung. Zwei davon sind behindertengerecht. Hier finden Familien ein Dach über dem Kopf. Im Dachgeschoss gibt es sechs Zimmer für Einzelpersonen mit Gemeinschaftsküche und gemeinschaftlichen Sanitärräumen. Notfalls können diese Räume auch mit zwei Personen belegt werden. Die Baukosten betrugen inklusive der Außenanlagen 2,2 Millionen Euro. Für die Wohnungen gab es eine Förderung im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus. Mit den Mietern wird ein Mietvertrag abgeschlossen, die Kaltmiete liegt bei 6,15 Euro pro Quadratmeter. Die Zimmer im Dachgeschoss werden über Einweisungsverfügungen belegt. Die Häuser wurden in massiver Stahlbeton-Fertigbauweise von der Lahrer Firma Fertigbau Wochner hochgezogen. Das Bauunternehmen hatte die Vorgabe, die Gebäude möglichst schnell zur Verfügung zu stellen. Die größten Fassadenteile, die angeliefert wurden, hatten ein Gewicht von 18 Tonnen.

Der Zugang zu den Wohnungen und Zimmern erfolgt aus Kostengründen über Außentreppen. Und auch in den Räumlichkeiten gibt es keinen unnützen Quadratmeter. Das größte der drei Zimmer ist gleichzeitig Diele, Küche und Wohnzimmer. „ Wir haben nichts übertrieben“, sagt Bürgermeister Ralf Baumert. Er weiß, dass es nicht überall auf Verständnis stößt, wieso man Obdachlose in Neubauten unterbringt. Aber wie er betont, stehen eben keine anderen Räumlichkeiten in ausreichender Zahl zur Verfügung. „Wir müssen für die Unterbringung sorgen, egal wie.“ Er denke, dass man hier eine vernünftige Lösung gefunden habe.

Obdachlosigkeit bedroht immer mehr

Obwohl man wegen der schlechten Bausubstanz gerade auch die gemeindeeigenen Obdachlosen-Unterkünfte in der Riedernstraße räume, habe man durch den Neubau nun etwas Luft. Die Zahl derer, die von Obdachlosigkeit bedroht sind, steige stetig. Dieses Problem werde Rielasingen-Worblingen weiterhin beschäftigen. „Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht in Sicht“, so Baumert.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen