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Gemeindenachricht

Verkehrsbelastung drückt die BürgerInnen

Singener Wochenblatt online vom 21.05.2019 von Oliver Fiedler

Rielasingen-Worblingen. Ein vielversprechendes Echo brachte der Startschuss für das Sanierungsgebiet Ortsmitte 2 am Samstag in Rielasingen.

Auch Problempunkte wie die Umgebung des »Volksbank Kreisel« wurden beim Rundgang zum Start des Sanierungsgebiet besichtigt und diskutiert. swb-Bild; of

Der »Tag der Städtebauförderung« wurde am Samstag in Rielasingen als Startpunkt für das Sanierungsgebiet »Ortsmitte 2« in Rielasingen-Worblingen genutzt. Rund um einen »Bürgerpavillon« auf dem Laurenz-Sauter-Platz vor der Kirche an der Hauptstraße, gab es Informationen zum Sanierungsgebiet insgesamt, zu Fördermöglichkeiten, zu Finanzierungen, aber auch die Möglichkeit eigene Ideen zum Beispiel zur künftigen Gestaltung des öffentlichen Raums einzubringen - und da war auch die Jugend im Besonderen gefragt. »Die Resonanz war von Anfang an recht gut«, freute sich Bernd Caldart vom Bauamt, der diesen Informationstag zusammen mit dem Projektpartner „die Steg“, die den Sanierungsprozess über die nächsten zehn Jahre mit begleitet, entwickelt hatte. Es sei hier doch einiges an Rückmeldung gekommen über das was man sich künftig von diesem zentralen Bereich wünsche, sagte Caldart. Eines der der dominierenden Themen war freilich die Verkehrsbelastung im Ortskern, die von vielen Einwohnern der Sanierungszone als wirkliche Belastung empfunden wurde und dass auch Nebenstraßen einfach als »Schleichwege« genutzt würden. Hier konnte Ortsbaumeister Martin Doerries aber immer nur wieder auf die neue Chance verweisen, dass es doch noch eine Ortsumfahrung geben könne, was die Landesregierung aktuell prüft.

Spannend ins Detail ging es bei einer fast zweistündigen Führung durch das Sanierungsgebiet mit Ingo Neumann und Architekt Jan Blanek als Vertreter der Steg, bei der schon manch mögliches Projekt vor Ort bezüglich der Möglichkeiten zum Teil schon mit den Besitzern durchgesprochen wurde. Aber mancher Problempunkt in dem historisch gewachsenen Gebieten mit manchem Neubesatz wurde diskutiert, weil im laufe vieler Jahre manchen Liegenschaften baulich miteinander verwachsen sind. Eigentümern winkte im Rahmen der Sanierungsphase hier immerhin eine Förderung von 30 Prozent durch Land und Gemeinde bis maximal 40.000 Euro, zusätzlich sind Sonderabschreibungen bei der Eigenbeteiligung möglich.

Mit viel Energie wird der Start in das Sanierungsgebiet vollzogen. Schon vor diesem Startschuss wurde mit einer Kundenbefragung bei den Geschäften im Ortskern rund um die Hauptstraße begonnen, bei der es um den großen Spagat zwischen Parkraum und Aufenthaltsqualität geht.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen