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Gemeindenachricht

Gemeinde muss fünfte Gruppe im Kinderhaus Rosenegg reaktivieren

Singener Wochenblatt online vom 08.12.2019 von Oliver Fiedler

Rielasingen-Worblingen (of). Die Gemeinde Rielasingen-Worblingen wird die fünfte Gruppe des Kinderhaus Rosenegg reaktivieren. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch quasi als Eilentscheidung, denn in der Belegung habe sich doch eine brisante Wendung ergeben. 532 Platze stehen in acht Einrichtungen zur Verfügung, davon 90 Plätze für 229 gemeldete Kinder dieser Altersgruppe für den U3-Bereich. Die Zahl der Kinder im Ü3-Bereich liegt bei 464 bei aktuell 442 Plätzen im „Angebot“ der Gemeinde, so Jenny Frankenhauser vom Kinder- und Jugendteam der Gemeinde. 

Auch für das nächste Kindergartenjahr ergebe sich eine Zahl von 448 Kindern bei Ü2 und 451 für 2021/22. Darin seien noch keine Zuzüge, etwa durch neue Baugebiete oder auch Inklusionskinder eingerechnet, die doppelt bemessen werden. Bei 50 hinzukommenden Wohneinheiten müsse man mit 9 zusätzlichen Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren rechnen. Für dieses Kindergartenjahr müsse man dem bereits 14 Kinder zuordnen. Für Juli 2020 werde nach jetziger Erkenntnis ein Minus von 16 Plätzen bestehen. Nach jetzigem Stand seien auch 20 Kinder ab März 2020 nicht versorgt, Wunschkindergärten könne man ohnehin derzeit nicht erfüllen. „So viele Glückwünsche für Neugeborene an die Eltern wie dieses Jahr habe ich noch nie unterzeichnet“, bekannte Bürgermeister Ralf Baumert. Für die nächsten Jahre rechne man mit rund 300 neuen Wohneinheiten so sei man hier nun in einem Flaschenhals angekommen.
Zu beschließen galt es, zum einen rund 12.000 Euro für den Umbau des inzwischen als Besprechungsraum genutzten zu genehmigen als auch einer Erweiterung des Stellenplans für die dann benötigten Fachkräfte, was rund 170.000 Euro zusätzliche Personalkosten pro Jahr bedeute.

„Wir sind schon über dem Limit auch ohne die „Glaskugel“ möglicher Zuzüge, schlug sich Gemeinderat Volkmar Brielmann an die Brust und auch viele andere Gemeinderäte erkannten klar, dass die Entwicklung nicht unbedingt überraschend sei. Deshalb wurde den Umbaukosten wie der nötigen zusätzlichen Stellen zugestimmt. Bürgermeister Baumert bat um Verständnis für die Entscheidung, dass man nicht den üblichen Weg der Vorinformation für die Elternvertreter und Träger gehen konnte, denn der Beschluss musste nun gefasst werden, damit er noch in den Haushalt der Gemeinde für das kommende Jahr einfließen kann.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen