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Gemeindenachricht

Baumert muss zur Strafe Regionalbus fahren

Singener Wochenblatt online vom 20.02.2020 von Oliver Fiedler

»Chekoch« Baumert wollte seinen Rathausschlüssel auch dieses Jahr nicht an die Narren abgeben bis der Junker Hans sein Machtwort sprach. swb-Bild:OF

Rielasingen-Worblingen. Ein hartes Urteil musste Ralf Baumert bei seiner Absetzung als Bürgermeister von den vereinigten Narrenzünften hinnehmen. In einem öffentlichen Tribunal hatten schon Junker Hans (Andreas Fürst) und Burgvogt Spindler (Michael Blum) im Namen der Narren Höchststrafe gefordert.

Eine neue Busgesellschaft musste her, doch das Ergebnis sei »Was nix koscht, des isch au nix«. Gemeinderätin Jutta Gold trat voller Leidenschaft als Fürsprech ein. Er wollte in bester Absicht hier als Schwabe ein Schnäppchen abstauben, sagte sie. Schuld sei eigentlich die EU. In Vorsorge habe er ja schon den Bürgerbus erfunden. Und das habe einen tieferen Sinn, dann wären da endlich mehr Menschen drin. Baumert selbst sah die Anklage als Verschwörung gegen sich. Sein Lösungsvorschlag, die Bushaltestellen sollen nun in feuerrot bemalt werden, damit die Busfahrer sie auch fänden. Darin sahen die Ankläger angesichts der Parteizugehörigkeit puren Eigennutz.

Verurteilt wurde Baumert, das nächste Mal per Bus in den Kreistag zu fahren und dabei gleich noch die grünen GemeinderätInnen mitzunehmen, weil sie den Narrenspielen die kalte Schulter gezeigt hatten. Und drüber hinaus muss Baumert nun den Narren noch 101 Liter Wein spendieren.

Dass die Aufstellung des Narrenbaums am Nachmittag akut gefährdet war und das ohne Schuld des Bürgermeisters, berichtete dieser mit Genugtuung. Denn erst am Vortag wurde entdeckt, dass im Narrenbaumloch noch der Weihnachtsbaum vom Weihnachtsmarkt stand, den deren Organisatoren dort vergessen hatten.

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