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Gemeindenachricht

Rattlinger kämpfen ums Narrenbaumloch und sind Helfer in der Not

Singener Wochenblatt online vom 19.02.2020 von Oliver Fiedler

Rielasingen. Viel Schwung geholt haben die Rattlinger des Narrenverein Burg Rosenegg für die bevorstehende Fastnacht bei ihrer Ordenssitzung, in der es längst nicht nur um "Blechle" und Ehrungen ging. Denn in diesem Jahr ist auch erste Hilfe in Sachen Narrenbaum nötig, die die Rielasinger Gilde den Blumenzupfern leistet. Wie der »Bürgermeister« der Blumenzupfergemeinde, Josef Schöller, vermeldete, sind nämlich in seinem Verein beide Männer ausgefallen, die sonst den Narrenbaum im Singener Wald fällen könnten. Die Anfrage bei der Rielasinger Patenzunft brachte die Erlösung, denn Roland Reitze wird für die Blumenzupfer mit seinen Mannen den Baum rechtzeitig vor dem Schmotzigen Donnerstag fällen. »Wir sind neben der Poppelezunft noch die einzige Zunft, die ihren Baum beim Narrenbaumumzug am Donnerstag mit dabei hat«, unterstrich Schöller.

Den neuen Narrenbaum für die Rattlinger hatte der Schaflinger Zunftmeister Thomas Bertsche schon mal für Rattlinger-Chef Holger Reutemann mitgebracht. Er muss noch etwas wachsen. swb-Bild: of

Ums Thema Narrenbaum ging's auch beim Grußwort von Thomas Bertsche von den Schaflingern. Denn bei deren Narrenspiegel hatte Bürgermeister Ralf Baumert die Überlegung ins Spiel gebracht, dass man aus Gründen der Sicherheit doch das Narrenbaumloch weg von der Kirche und Landesstraße aus dem Ortszentrum an die Talwiesenhalle verlegen könnte, die aber auf Arlener Gemarkung läge wogegen sich der Zunftmeister der Rattlinger Holger Reutemann mit Händen und Füßen wehren werde, wie dieser ausrief. Bertsches Alternative wäre ein stationärer Narrenbaum, den Samen und einen Setzling hatte er schon mal mitgebracht gehabt. Dann wäre der Narrenbaum ganz fest in der Erde.

Seine Premiere in der Bütt hatte an diesem Abend der neue Schermuser Marc Eder, der sich freute, endlich etwas sagen zu dürfen, was ihm beim Narrenspiegel-Auftritt noch nicht vergönnt war, weil er dort nur zum Bierholen eingeteilt gewesen war. Eder unterstrich, dass er natürlich ein Rielasinger sei, obwohl er in Arlen wohnt und aus Friedingen zugezogen war.

Die höchste Ehrung des Abends gab es diesmal für Bernie Reitze, der für 60 Jahre in der Zunft geehrt wurde. Schon im zarten Alter von 16 Jahren sei er als »Zauberlehrling« auf der Bühne der Narrenspiegel gestanden, erinnerte Zunftmeister Holger Reutemann. Für 50 Jahre wurde Viktor Paul geehrt. Beide sind inzwischen bei den "Altnarren" noch im Verein dabei. Holger Reutemann selbst wurde an diesem Abend zusammen mit Katja Engberg vom Verein mit dem Holzorden für 25 Jahre bedacht, zudem steckte ihnen Landvögtin Ulrike Wiese die Silberne Ehrennadel der Narrenvereinigung ans Revers. Peter Rudolf und Markus Paul sind ebenfalls seit 25 Jahren dabei, die Ehrung wird noch nachgeholt. Für 20 Jahre wurden zudem noch Norbert Gruber und Markus Schoch durch den Verein und die Narrenvereinigung geehrt, zudem weitere Närrinnen und Narren für 10, 5 und 3 Jahre.

Abschluss mit de Wieber vom Narrenverein Burg Rosenegg.

Stets der besondere Abschluss des Ordensabends sind die »Wieber«, die diesmal als Narrenspiegel-Putzkommando auftraten und allerhand »Spuren« fanden, einschließlich des großen Steins, der dem neuen Nachtwächter Daniel Pieper nach seinem ersten Auftritt vom Herzen gefallen sei.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen