Kulturpunkt

Pressespiegel

400 Bürger starten gemeinsam ins neue Jahr: 19-Jähriger erhält besondere Ehrung

Südkurier vom 07.01.2019 von Ingeborg Meier

Der Träger des diesjährigen Bürgerpreises der Gemeinde Rielasingen-Worblingen ist jünger als seine Vorgänger: Das 19 Jahre alte Musiktalent Markus Störk (Mitte), hier mit Bürgermeister Ralf Baumert (rechts) und seinem Laudator Edgar Auer. Bild: Ingeborg M

Den gemeinsamen Start in das neue Jahr will die Bürgerschaft der Aachtalgemeinde nicht missen: 400 Gäste – darunter die Vertreter der Vereine, Verbände und Institutionen – folgten gestern der Einladung von Bürgermeister und Gemeinderat zu dem von der Jugendmusikschule Westlicher Hegau musikalisch umrahmten Neujahrsempfang in den Talwiesenhallen.

Bürgermeister Ralf Baumert konnte über ein erfolgreiches 2018 mit sehr guten Finanzen und einer Reihe noch laufender oder schon abgeschlossener Projekte und Großmaßnahmen berichten. In seinen Rückblick bezog er unter anderen die 2,5 Millionen teure Gesamtsanierung der Ten-Brink-Sporthalle, die Fertigstellung der Hardstraße und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum durch die Gemeinde mit ihren Neubauten in der Gottmadinger Straße und der Zeppelinstraße ein.


Trauer um langjährigen Gemeinderat


Ganz so unbeschwert wie gewohnt verlief der Festakt trotz dieser guten Nachrichten allerdings nicht. Es gab Momente der Trauer – in erster Linie dem Tod von Bernhard Beger vor wenigen Tagen geschuldet. 34 Jahre lang war er Gemeinderat gewesen. Der Rattlinger Narr aus Leidenschaft wurde nur 68 Jahre alt. Am Mittwoch findet seine Beerdigung statt.

Verabschieden musste man sich im zurückliegenden Jahr auch von zwei weiteren Persönlichkeiten mit großen Verdiensten um Rielasingen-Worblingen. Altbürgermeister Berthold Heim leitete zunächst 34 Jahre lang die Geschicke Worblingens, dann die der heutigen Gesamtgemeinde. Egon Graf war langjähriger Vorsitzender der Bürgerstiftung und Schatzmeister des Standortmarketingvereins ProRiwo. "Wir verneigen uns vor ihrem Lebenswerk", so Ralf Baumerts bewegende Worte.

Ein Novum war die Ehrung von Markus Störk mit dem Bürgerpreis. Als Dank dafür trug Störk unter starkem Applaus fulminant "Wenn ich einmal reich wär" aus der Operette Anatevka vor. Bisher wurde mit dem Bürgerpreis stets ein Lebenswerk gewürdigt. Mit Störk erhielt ihn nun zum ersten Mal ein junger Mann. Der Gemeinderat hoffe so auch andere junge Menschen zu ermuntern, Wege einzuschlagen, die nicht ganz die üblichen sind, erklärte Bürgermeister Baumert.

Der Träger des diesjährigen Bürgerpreises ist Markus Störk (zweiter von rechts). Unser Bild zeigt ihn mit Bürgermeister Ralf Baumert und dessen Ehefrau Ines, dem Laudator Edgar Auer (von links) und seiner Mutter Lisa Störk (rechts). Bild: Ingeborg Meier

Der 19-jährige Markus Störk, der seine musikalische Ausbildung an der Jugendmusikschule Westlicher Hegau absolviert hat, und nun seit September am Vienna Konservatorium in Wien musikalisches Unterhaltungstheater studiert, ist zweimaliger Landes-Preisträger im Wettbewerb Jugend Musiziert und seit 2017 Bundespreisträger in der Kategorie Gesang.

Er sehe die Auszeichnung Störks auch als Wertschätzung der bisher aus der Aachtalgemeinde hervorgegangenen Jugend-Musiziert–Preisträger, erklärte Störks Laudator Edgar Auer. Seine launige Rede geriet ein Stück weit auch als kleine Eloge an die Leiterin der Jugendmusikschule Ulrike Brachat, die Störk in seinen Talenten Gesang, Tanz und Schauspiel entscheidend gefördert habe.

Das hat die Gemeinde Rielasingen-Worblingen im Jahr 2019 vor


Im Mittelpunkt der Kommunalpolitik steht 2019 weiterhin die nachhaltige, kontinuierliche, aber maßvolle Weiterentwicklung Rielasingen-Worblingens unter Berücksichtigung der bestehenden Infrastruktur.

Bauvorhaben: Die Gemeinde führt die Bebauungsplan-Aufstellungen und –Änderungen für den geplanten Geschosswohnbau in den Bereichen Gänseweide, Schiesser-Areal, Hauptstraße und Hegaustraße-Lindenplatz weiter. Hier sollen durch private Investoren mindestens 200 neue Wohnungen entstehen. Auf dem ehemaligen Hupac-Gelände sollen neue Gewerbeflächen geschaffen werden. Dort will auch der Landkreis zentrale Einrichtungen für die Kreisfeuerwehren bauen. Dafür müssen Bebauungspläne aufgestellt werden. Ebenso für die Erweiterung des Gewerbegebiets "Bei der Kapelle" direkt an der Grenze.

Weitere Projekte: Angestrebt wird die Einführung von Tempo-30 in der nördlichen Hauptstaße und der gesamten Ramsener Straße. Mit Spannung wird der jüngst zugesagten, erneuten Prüfung einer Westumfahrung Rielasingens entgegen gesehen. Auch der umstrittene Kiesabbau im Hilzinger Gewann Dellenhau wird die Gemeinde weiter beschäftigen. Sie befürchtet eine Verdoppelung des LKW-Verkehrs pro Tag und wird im Falle einer Genehmigungserteilung durch das Landratsamt gemeinsam mit den anderen betroffenen Kommunen dagegen klagen.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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