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Pressespiegel

Der „Scheffler“ lebt weiter

Singener Wochenblatt online vom 24.02.2019 von Oliver Fiedler

Mächtig durcheinander gekommen waren die Figuren des Langensteiner Narrenmuseums beim Transport in den "Scheffler" als neue Heimat. Da konnte sich eine Katze über prächtige Storchenbeine freuen. swb-Bild: of

Arlen (of). Wenn die Katzdorfer Narren zu ihrem Ordensabend laden, kann man immer gespannt sein, welches Thema denn nun das Dorf am meisten bewegt. Und das war in diesem Jahr ganz klar die Schließung des kleinen Schreibwarengeschäfts „Scheffler“ im letzten Sommer – aus Altersgründen der Inhaberin Monika Alwin, die die Sicht der Narren als Ehrengast dieses Abend miterleben durfte. Der „Scheffler“ das war der Ort, von ganze Generationen Arlener Kinder und Jugendliche ihr Taschengeld für Süßigkeiten, Heftle, „Käpsele“ oder manche Bastelei verpulverten, der Treffpunkt der Frauen für ein Schwätzchen oder der älteren Herren war, denn hier gab es auf kleinster Fläche sozusagen „alles“ zu haben, „sogar Lametta im Sommer“, wie es Zunftmeister Harald Liehner auf den Punkt brachte.
 
Szenen aus den alten Zeiten des Scheffler beherrschten den Abend und da wurden schon nie meisten Moderationen für die Auftritte schon zur bewegten Nostalgie. Zum Schlussverkauf kamen sogar die Schwaben (Jutta Gold und Peter Wöhrle), denn „Karstadt hat viel, der Scheffler hat alles“. Die Katzdorfer Jugend beschrieb das Einkaufserlebnis von damals und wie sich die Riesenkaugummis anfühlten, und danach strömten schon die „Lustigen Handwerker“ heran, um die Fenster zuzumauern. Die Senioren in ihren Rollatoren stellten sich den Laden als Tanzlokal vor und holten bei der Damenwahl Bürgermeister Baumert auf die Bühne zum Rollator-Rock’n’Roll.

Klasse Kalauer lieferten Monika de Sombre und Sanja Kaltenbrunner mit dem imaginären Hund „Noro“, der an einem berüchtigten Virus litt. Und sogar für ein doppeltes „Blind Date“ musste der Laden herhalten. Zwei Raupen entdeckten den Laden auf der Suche nach einer passenden Immobilie und gar als Rotlichtbezirk können sich die Katzdorfer die Räume vorstellen, was ein Anlass für einen feschen Tanz mit „Schwarzlicht-Striptease“ war. Noch toller wurde es, als die Räume als Zwischenlager für das Langensteiner Narrenmuseum gehandelt wurde, beim Transport der Figuren durch die vielen Rielasinger Kreisel diese aber ordentlich durcheinander kamen inklusive Gemswirt „Costa“ bei einem ersten närrischen Auftritt. Schön, dass hier die Narren sich selbst ganz sympathisch auf die Schippe nehmen konnten.
Nicht nur musikalisch von Ursula Knapp und Sybille Heyna verwandelten sich die Narren in Kaugummis oder Lutschbonbons oder gar Lottozettel oder Gotteslob für die Kommunionskinder.

Ein schöner Abend voller närrisch-liebevoller Erinnerungen unter der Gesamtleitung von Susanne Kalopek und Marianne Baumann, bei dem die Abordnung der Narrenmusik unter der Leitung von „Schorsch“ Ehinger sich als richtig gute Showband erwies. Das Programm kann man nochmals erleben beim „Dorfabend“ am Sonntag, 3. März, um 19.30 Uhr. Ein paar Restkarten kann man sich dafür bei Manu Kuppel (07731 25517) sichern.
Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen
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