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Ortsumfahrung Rielasingen-Worblingen ist wieder im Rennen

Singener Wochenblatt online vom 25.11.2020 von Oliver Fiedler

Rielasingen-Worblingen. "Das ist für uns heute ein richtiger Freudentag", sagte Bürgermeister Ralf Baumert am Mittwoch in der Gemeinderatsitzung in der Talwiesenhalle. Er selbst wurde im Rahmen einer Videokonferenz mit dem Verkehrsministerium am Mittwoch darüber informiert, dass die Ortsumfahrung für Rielasingen, darüber wird nach seinen Angaben schon seit 1972 schon diskutiert, nun wieder in den überarbeiteten Maßnahmenplan Landesstraßen des Landes Eingang gefunden hat. Dieser bildet das konzeptionelle Instrument für den Aus- und Neubau von Landesstraßen. „Für die Bürger der Gemeinde Rielasingen-Worblingen ist dies eine gute Nachricht“, sagt auch Landtagsabgeordneter Karl Rombach, der CDU, Betreuungsabgeordneter im Landkreis Konstanz in einer am Mittwochabend verschickten Medienmitteilung.

"Unsere Ortsumfahrung war ja schon in Phase der schwarz-roten Landesregierung ganz weit vorne gestanden und war in den zwei letzten Legislaturperioden wieder herausgefallen aus dem Verkehrswegeplan", so Baumert zu den Gemeinderäten. Er danke hier ausdrücklich den Landtagsabgeordneten Dorothea Wehinger, Jürgen Keck und Karl Rombach wie dem Bundestagsabgeordneten Andreas Jung für ihren Einsatz in dieser Sache. Mit dieser Perspektive wolle man dann am 16. Dezember im Gemeinderat den aktualisierten Lärmaktionsplan beschließen, der unter anderem Tempo 30 in der Rielasinger Ortsdurchfahrt von Ortsschild zu Ortsschild vorsehen würde. Bislang gibt es schon Tempo 30 im engeren Ortskern.

Die letzte Planung der Ortsumfahrung würde an der Münchried-Gemeindeverbindung mit Anschluss an die Westtangente Singen beginnen mit einem Knoten an der L 222 (von der B 34 kommend) weitergeführt und dann per Tunnel durch den östlichen Ausläufer des Rosenegg geführt um beim geplanten Baugebiet "Aufgehender" vorbei in Richtung der Ramsener Straße (L 191) zum Zollamt geführt zu werden.

„Ich habe mich schon im vergangenen Jahr für den Bau einer Ortsumfahrung Rielasingen-Worblingen bis zur Südstadt von Singen stark gemacht und bin hierbei im engen Austausch mit der Gemeindeverwaltung und Bürgermeister Baumert gestanden. Beim Verkehrsministerium habe ich mich für den Neubau eingesetzt und mehrfach den aktuellen Sachstand erfragt. Steter Tropfen höhlt den Stein“, sagte Rombach.

Noch im vergangenen Jahr hatte es so ausgesehen, als ob das Projekt in der internen Bedarfsplanung des Ministeriums nicht zum Zuge kommen sollte. Die Dringlichkeit einer solchen Ortsumfahrung sei vor Ort jedoch seit vielen Jahrzehnten offenkundig zutage getreten, wie auch die lose Initiative für die Ortsumfahrung nimmermüde immer wieder in die Öffentlichkeit trug. „Die gegenwärtig starke Belastung der Ortsmitte wurde mehrfach, zuletzt durch die Gemeinde im Rahmen der Erstellung eines Lärmaktionsplans und einer Verkehrszählung 2016 festgestellt. In einer Bürgerbefragung hatten sich 2007 61 Prozent der Bürger für eine Ortsumfahrung ausgesprochen, 2009 wurde die Maßnahme in den Generalverkehrsplan des Landes aufgenommen. 2013 hat das Verkehrsministerium die Maßnahme wieder herausgestrichen. Nun ist es mit viel Einsatz und Nachdruck mehrerer Beteiligter gelungen, das Land endlich zu einer Zusage für eine schnelle Umsetzung des Projekts zu bewegen“, so Rombach. Im Gespräch sei eine Perspektive für 2025, so Baumert.
Redakteur / Urheber
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Die letzte Planung der Ortsumfang sah eine Anbindung im Münchried bei Singen und einen Knoten an der L 222 von der B34 her vor. swb-Bild: Gemeinde Rielasingen-Worblingen

Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen