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Pressespiegel

Kita-Gebührenerhöhung nur nach den Vorgaben

Singener Wochenblatt online vom 20.07.2021 von Oliver Fiedler

Rielasingen-Worblingen. Auch in Rielasingen-Worblingen werden die Gebühren für die Kinderbetreuung zum neuen Schuljahr steigen. Die Gemeinde halte sich dabei an die von den Verbänden und kirchlichen Trägern empfohlene Steigerung von 2,9 Prozent. Bereits zum neuen Jahr hatte es eine Erhöhung von 1,9 Prozent gegeben. "Wir wollen damit größere Sprünge vermeiden", machte Bürgermeister Ralf Baumert deutlich, denn manche Gemeine und Stadt in der Umgebung hatte in den letzten Jahren auf Erhöhungen verzichtet und nun Nachholbedarf, den die Eltern mehr spüren. Im letzten und dieses Jahr hatte die Gemeinde die Gebührenbeteiligung auch ausgesetzt, als die Kita und Krippen schließen mussten für die Eltern, die keine Notbetreung in Anspruch nahmen. Die Gemeinde bezuschusst die Kinderbetreuung derzeit mit 2,37 Millionen in 2021, die Kostendeckung liegt bei 14,5 Prozent. Empfohlen wird vom Städtetag eine Kostendeckung von 20 Prozent.

Das Kinderhaus Rosenegg wurde jetzt um eine fünfte Gruppe erweitert. swb-Bild: of

In der Sitzung wurde auch zur aktuellen Situation in der Kinderbetreuung informiert. "Wir können als Gemeinde derzeit allen Eltern das Angebot auf einen Platz zur Kinderbetreuung machen", so die Kindergartenbeauftragte im Kinder- und Jugendförderteam, Jasmin Kroner in der Sitzung. Derzeit ist die Auslastung eine Punktlandung, zumal nun eine fünfte Gruppe im Kinderhaus Rosenegg in Betrieb geht, die für Reserven sorgt. Das hinzubekommen sei freilich ein Meisterstück der Jonglage gewesen, so Kroner in der Sitzung. Das letzte Jahr habe nicht nur wegen der Lockdowns mit Notbetrieb enorme Herausforderungen gestellt. Denn auch das Personal habe da durch Erkrankungen oder wegen Quarantäne wegen des Kontakts mit Infizierten, Ausfälle gehabt, auch seien die ErzieherInnen selbst ja Eltern, die durch die Schließung der Schulen betroffen waren. Oder Mutterschutz oder Elternzeit sorgen für eine Dezimierung der zur Verfügung stehenden Kräfte. Die Gemeinde setzt inzwischen auch verstärkt auf Aushilfen wie auf Ausbildung über "PIA" (Praxis in der Ausbildung) so dass die Kräfte dann auch in Zeitfenstern zur Verfügung stehen. Die Gemeinde habe auch einen guten Ruf als Arbeitgeber.

Redakteur / Urheber
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Gemeindeverwaltung Rielasingen-Worblingen