Am 30. September 2026 stellte Klimaneutralitätsbeauftragter Andreas Zeller den Klimaneutralitätsbericht mit Reduktionspfad für die Jahre 2023 bis 2025 vor. Der Bericht schreibt die Eröffnungsbilanz von 2020 fort und umfasst eine vollständige Treibhausgasbilanz der Kommunalverwaltung für den Berichtszeitraum.

Die Bilanz berücksichtigt die Liegenschaften, den Fuhrpark und dienstliche Reisen der Kernverwaltung. Die erfassten Treibhausgasemissionen gingen von 1.135 Tonnen CO₂ im Jahr 2023 auf 1.055,4 Tonnen im Jahr 2025 zurück - ein Rückgang um sieben Prozent. Einen großen Anteil an der Bilanz haben die Liegenschaften: Auf sie entfielen 2025 rund 956 Tonnen CO₂ beziehungsweise 90,5 Prozent der Gesamtemissionen.

Ein Vergleich der im Bericht ausgewiesenen Werte für 2020 und 2025 zeigt unterschiedliche Entwicklungen: Der Endenergieverbrauch ging in diesem Zeitraum um rund 30 Prozent zurück. Die Treibhausgasbilanz lag 2025 knapp ein Prozent unter dem Wert von 2020.

Die beiden Kennzahlen beschreiben unterschiedliche Aspekte und entwickeln sich nicht zwingend im gleichen Verhältnis. Für die Treibhausgasbilanz ist neben der verbrauchten Energiemenge auch maßgeblich, welche Energieträger genutzt und welche Emissionsfaktoren bei der Berechnung zugrunde gelegt werden. Eine Kilowattstunde aus erneuerbaren Quellen wird in der Regel mit einem niedrigeren Emissionsfaktor bewertet als eine Kilowattstunde aus fossilen Energieträgern.

Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass die Werte für 2020 und 2025 nur eingeschränkt vergleichbar sind. Die genannten Veränderungen sind daher vor diesem Hintergrund zu betrachten.

Auch im Berichtszeitraum sank der Endenergieverbrauch der Liegenschaften: Von 2023 bis 2025 ging dieser um 7,6 Prozent zurück. Der Bericht weist weiter für 2025 einen Heizwärmebedarf von 71,5 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr aus. Damit liegt die Gemeinde unter dem Wert von rund 96 Kilowattstunden aus dem Jahr 2020. Ziel ist es, den Heizwärmebedarf bis 2040 auf unter 50 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr zu senken.

Fortschritte gibt es auch bei der Photovoltaik: Die Stromerzeugung aus eigenen Anlagen stieg von 136.100 Kilowattstunden im Jahr 2020 auf 324.618 Kilowattstunden im Jahr 2025. Der selbst genutzte PV-Strom deckte 2025 rund 23,8 Prozent des Stromverbrauchs der Liegenschaften.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt der Weg zur klimaneutralen Verwaltung herausfordernd. Der im Bericht zur Einordnung herangezogene Reduktionspfad nennt als Orientierungswerte rund 213 Tonnen CO₂ für 2030 und rund 53 Tonnen für 2035. Bis 2040 sollen die Emissionen weitgehend auf null sinken; verbleibende Restemissionen sind dabei zu berücksichtigen. Ein wesentlicher Ansatzpunkt bleibt der Energieverbrauch der Liegenschaften. Auch die im nächsten Jahr beginnende Sanierung des Bauhofs bietet Möglichkeiten, Energieverbrauch und Emissionen weiter zu senken.

Die nächste Fortschreibung der Treibhausgasbilanz ist ab dem Zeitraum 2026 vorgesehen. Der Klimaneutralitätsbericht soll dem Gemeinderat alle zwei Jahre vorgelegt werden.

Herr Zeller

Klimaneutralitätsbeauftragter, Energiemanagement

Sachgebiet Hochbau- / Gebäudemanagement, Fachbereich 3: Bauen und Gemeindeentwicklung, Sachgebiet Planung und Umwelt +2 Weitere

Redaktion

Pressestelle Rielasingen-Worblingen